Baureihe 219/229 – U-Boote [Update 09/2015]

Die letzten Einsatzgebiete

Im Jahr 2000 waren U-Boote noch in den Werken Chemnitz, Cottbus, Erfurt (BR 229), Gera, Görlitz, Halberstadt, Leipzig Süd und Rostock zu Hause. Der Stern der Baureihe befand sich jedoch im Sturzflug, denn bereits im Juli 2000 endete mit 219 091 und 219 025 die Durchführung von Hauptuntersuchungen. 2001 wurde das Werk Chemnitz aufgelöst und der Bestand an Leipzig Süd abgegeben, ehe Mitte 2002 auch dort die 219-Beheimatung aufgegeben wurde. Halberstadt und Görlitz hatten bis Ende 2002 nur noch einzelne Exemplare im aktiven Bestand. Auch in Rostock wurden die 219 2001 überflüssig. Erfurt erhielt mit der Auflösung des Werks Gera deren Restbestände ab Juli 2002 und wurde zum Auslauf-Bw. (Details zu den letzten Tagen in Cottbus und Erfurt s. “Abschied”)

Halberstadt (1983-1989, 1998-2002)

Die zweite Beheimatungsperiode der 219 in Halberstadt hatte die Relation Magdeburg – Halberstadt – Thale als Kerneinsatzgebiet. Ab 2001 drängte die BR 218 in das 219-Revier ein. 2002 waren nur noch 219 165 und 197 aktiv, welche im Dezember ihren Dienst quittierten.

219197 halberstadt 01.12.02
219 197 erreicht am 01.12.2002 den Knoten Halberstadt von Magdeburg kommend.

Cottbus (1998-2003)

Cottbus ist nach Aufgabe des Bh Berlin Pankow 219-Einsatzstelle geworden. Einsatzstrecken waren u.a. Cottbus – Forst, Angermünde – Schwedt (Oder) und Berlin-Lichtenberg – Küstrin-Kietz. Am 14.12.2002 endete der Planeinsatz. Als eiserne Reserve wurden drei Loks noch bis Mitte 2003 vorgehalten.

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Am 02.05.2003 stehen 219 043 und 112 im Werk Cottbus auf “standby”.

Leipzig Süd (1999-2002)

Zum 1. Juni 1999 erhielt die Messestadt einen Großteil der Chemnitzer Loks. Leipziger Personal war aber schon ab 1996 auf deren 219ern aktiv. Der Personenzugverkehr nach Meißen via Döbeln/Nossen und der “Bäderexpress” nach Bad Brambach sowie der mit Chemnitzer Loks geteilte RE-Verkehr zwischen beiden sächsischen Großstädten waren die Einsatzschwerpunkte.

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219 046 schied im Juni 2001 als letztes Exemplar im alten Farbschema aus dem Plandienst aus. Am 05.05.2000 war sie noch im RE-Verkehr Chemnitz – Leipzig eingesetzt und gerade in Höhe des Güterbahnhofs Küchwald unterwegs.
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Endzeit für die 219 im Werk Leipzig Süd am 20.06.2002: 219 093 ist bereits “geXt” und 219 016 hat nur noch wenige Einsatztage vor sich.

Chemnitz (1993-2001)

Nach Dresden und Aue erhielt Chemnitz als dritte Dienststelle der Rbd Dresden zu Jahresbeginn 1993 die ersten 219. Stammleistungen waren u.a. der Kesselganzzugverkehr von/nach Hartmannsdorf (b. Chemnitz) und die RSB/RE nach Leipzig. 1998 bis 2000 kamen die U-Boote auch planmäßig auf der Flöhatalbahn nach Neuhausen und Marienberg im RB-Verkehr. Bis 1998 waren die Loks auch häufig im Güterverkehr (Cargo-Bedienung) auf den Nebenbahnen rund um Chemnitz anzutreffen. Mit der Auflösung des Standortes im Juni 2001 wurden die verbliebenen 219 nach Leipzig Süd abgegeben oder direkt ausgemustert. Für die Statistik: Der Prototyp 219 158 war noch bis Sommer 2003 offiziell in Chemnitz stationiert.

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Neben den 20 Loks der BR 229 erhielten auch elf in diesem Zeitraum im Raw Chemnitz völlig neu aufgebaute 219 diese ansprechende Lackierung. 219 182 hat am 15.10.2000 die letzte verbliebene Chemnitzer Planleistung, einen Regionalexpress nach Leipzig, am Haken (bei Chemnitz-Borna). Bis Mitte 2002 teilten sich die 219 auf dieser Relation die Traktion abwechselnd mit VT 628, BR 218 und schließlich VT 612.

Görlitz (1994-2002)

Nachdem das Bw Zittau ab 1994 dem Bh Görlitz angegliedert wurde, waren hier 219 stationiert. Die Einsatzgebiete blieben davon unberührt (u.a. Zittau – Dresden/– Görlitz, Görlitz – Dresden/– Cottbus/– Hoyerswerda). Die Beschaffung von VT 612 und 642 und die Stilllegung bzw. Privatisierung von Nebenstrecken machten die Loks schließlich entbehrlich.

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219 025 wurde Mitte 2002 noch von Leipzig nach Görlitz abgegeben. Am 15.09.2002 verlässt sie mit einem Wendezug nach Zittau den Görlitzer Bahnhof.

Gera (1981-1995, 1999-2002)

Als Ablösung der BR 118 kam die 119 ab 1981 u.a. nach Saalfeld, Leipzig, Mehltheuer und Greiz zum Einsatz. Eine bekannte Leistung war der Schnellzug D 900/903 (Dresden – Katzhütte), der ab Glauchau mit 119 bespannt wurde. Zwischen Mai 1995 und März 1999 wurde der Bestand an das Bh Saalfeld abgegeben und anschließend wieder übernommen. Auf die Einsatzgebiete hatte das keinen merklichen Einfluss. Am 01.07.2002 wurden die letzten Loks nochmals nach Erfurt umstationiert. Im Laufe des Jahres 2002 waren die meisten Stammstrecken schon fest in der Hand von VT 642 und 612.

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Am 24.02.2002 verlässt 219 115 mit einem Wendezug nach Leipzig den Geraer Hbf. 219 115 ist die letzte Lok mit “Kramermütze”, ab 219 116 wanderte das dritte Spitzenlicht unter die Frontfenster.
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Nach der Ausmusterung der BR 229 wurden die Loks 2001 im Bh Gera abgestellt. Vor dem Rundhaus haben 229 147, 188, 100, 184, 126 und 118 Aufstellung genommen. Immerhin drei Loks entgingen dem Schneidbrenner, 229 126 wurde erst 2011 in Bremen-Sebaldsbrück verschrottet. (Aufnahme vom 13.07.2002)

Erfurt (BR 229: 1995-2001; BR 219: 1998-2001, 2002-2015)

Im Frühjahr 1995 bekam Erfurt alle 20 Berliner 229 und setzte diese im RE- und IR-Verkehr ein (u.a. Weimar – Chemnitz und Erfurt – Schweinfurt). Der 229-Planeinsatz endete mit dem Fahrplanwechsel am 09.06.2001 und der Einstellung des Interregio “Rennsteig” (2403/2402). Wenig später wurden alle Loks abgestellt.

Die 219-Beheimatung begann im Mai 1998 mit der Übernahme von Saalfelder Maschinen, welche u.a. zwischen Meiningen und Eisenach die 202 und 232 verdrängten. Ab 1999 wurde die BR 213 zwischen Erfurt und Ilmenau ersetzt. Nach einjähriger Abstinenz wurde dem Bh Erfurt am 01.07.2002 schließlich wieder die 219-Stationierung zu Eigen. Ab 2003 war Erfurt schließlich das letzte 219-Reservat von DB Regio. 219 084 wurde noch gut elf Jahre als “Mädchen für alles” in Erfurt betriebsfähig vorgehalten.

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Im Sommer 2000 kam die BR 229 noch im RE-Verkehr bis Glauchau (17.07.2000). 229 126 fand ab 2003 nochmals Verwendung bei DB Bahnbau, wurde allerdings acht Jahre später im AW Bremen verschrottet.
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Durch Ausfälle bei den VT 612 kamen die Erfurter 219 im Jahr 2003 nochmals zu einigen Zugehren zwischen Erfurt und Gera. 219 159 passiert am 14.06.2003 das Geraer Einfahrsignal.
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219 084 war als letzte “Original-219” auch anno 2014 noch im Einsatz. Am 05.07.2009 brachte sie einen Zusatz-RE zum Schneekopf-Gipfeltreffen von Erfurt nach Oberhof und eilt durch Haarhausen.

Abschied auf Raten

Bei keiner anderen Baureihe der modernen Traktion in dieser Größenordnung (stückzahlenmäßig) dürfte es einen so rigorosen “Ausrottungsprozess” gegeben haben. Ähnlich erging es seinerzeit höchstens der Ellokbaureihe 150 der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Der DB AG passte die zweimotorige Streckendiesellok aus Ost(block)produktion nicht mehr ins Konzept, auch die für teuer Geld 1992/93 völlig neu aufgebauten 229, die schon 2001 abgestellt worden sind. Waren im Jahr 2000 noch etwa 140 Maschinen (zzgl. den 20 229ern) im Unterhaltungsbestand, schrumpfte die Zahl bis Jahresbeginn 2003 etwa auf ein dutzend aktiver Maschinen, die sich auf die Werke Cottbus und Erfurt verteilten. Die abgestellten Maschinen aus Leipzig Süd, Halberstadt, und Gera/Erfurt wurden zumeist nach wenigen Wochen oder nur Tagen Abstellzeit zur Verschrottung nach Köln-Deutz oder Espenhain abgefahren. Wenige Maschinen wurden auch in den Werken vor Ort zerlegt, so 219 004 in Leipzig Süd und 219 006 in Gera. Im AW Chemnitz wartete Anfang 2003 noch eine Reihe von 219/229ern, welche schon länger abgestellt waren, auf ihr Schicksal.

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Am Wochenende 30.11./01.12.2002 gab es die offiziellen 219-Abschiedsfahrten von DB Regio Berlin/Brandenburg. An beiden Tagen fuhr ein Zusatz-RE zwischen Berlin-Lichtenberg und Wernigerode/Quedlinburg. Während 219 192 und 013 am ersten Tag kurz nach Ankunft in Halberstadt ausfielen, klappte am Folgetag mit 219 043 und 112 alles problemlos. Das Bild zeigt den Zug am 01.12.2002 kurz nach der Ankunft in Halberstadt, gleich wird er für die Weiterfahrt nach Wernigerode bzw. Quedlinburg geteilt.

Cottbus hatte mit Planwechsel zum 15.12.2002 seine letzten 219-Planleistungen zwischen Angermünde und Stettin/– Schwedt verloren. 219 043, 074 und 112 waren noch als eiserne Reserve vorhanden.

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My beautiful picture

Auch das Werk Erfurt, welches erst am 01.07.2002 alle Geraer 219er zugeteilt bekam, hatte Anfang 2003 zunächst keine 219-Leistungen mehr. Vorgehalten wurden damals noch 219 029, 059, 084, 125, 139 und 159. Mehrere 612-Ausfälle führten dazu, dass für die 219 im Februar 2003 wieder ein zweitägiger Umlaufplan auf der Holzlandbahn Gera – Weimar – Erfurt (sowie ein abendliches Zugpaar Gera – Greiz) erstellt wurde. Die “Fans” pilgerten nun scharenweise nach Thüringen, bei bestem Winterwetter entstanden sicher viele schöne Aufnahmen.

Nachdem der o.g. Umlaufplan (zwei Plantage) im März offiziell wieder endete, war zumindest eine 219 weiterhin regelmäßig auf der Holzlandbahn anzutreffen, da die VT612 ebenso unzuverlässig liefen, wie einst ihre Vorgängerin zu Anfangszeiten. Das 219-Internetforum, betrieben vom Halberstädter Stefan Lorenz, war damals wichtigste Anlaufstelle, um Informationen über aktuelle Einsätze zu erhalten. Im Juni standen mit 219 029, 059, 084, 125 und 159 noch fünf Loks zur Verfügung. Die RE-Einsätze im Holzland gingen im August endgültig zu Ende. 219 084 wurde abgestellt. Die restlichen vier Loks bestritten bis Oktober/November 2003 noch einzelne Sonderleistungen, dann war endgültig Schluss – oder doch nicht?

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Am 07.06.2003 konnte zunächst 219 125 im RE-Verkehr angetroffen werden. Von Gera kommend schiebt sie einen Planzug in den Bahnhof Göschwitz. Auch diesen Bahnübergang gibt es schon lange nicht mehr.

Einen würdigen 219-Abschied veranstaltete auch DB Regio Erfurt zusammen mit dem TEV Weimar am 11./12.10.2003. Mit einer Parade aus teilweise schon ausgemusterten Loks wurde im Bw Weimar die 219 offiziell verabschiedet.

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Die Weimarer Parade v.l.n.r.: 219 059, 084, 090, 117, 139, 189 und die frischgetaufte Museumslok 119 158. 219 159 war an diesem 11.10. noch mit einer Sonderleistung in Nordhausen im Einsatz und stieß erst einen Tag später hinzu. 219 090, 117 und 189 traten die Woche darauf direkt die Reise zur Verschrottung nach Espenhain an, 219 139 folgte wenig später.

Die Verschrottung

Die organisierte Verschrottung von ganzen Lokzügen der Baureihe 219 begann im Jahr 2002 in Espenhain. Dort wurden nahezu alle Leipziger und Geraer, sowie einige Chemnitzer und Erfurter Loks zerlegt. Die Halberstädter und Cottbuser Loks wanderten nach Köln-Deutz zur Zerlegung im Hafen und die schon seit 2000 durch einen Unfall in Ilmenau stark beschädigte 219 040 wurde 2004 in Erfurt-Nord zerschnitten. Im August 2003 begann auch im AW Chemnitz die Verschrottung von den verbliebenen 219. Bis Oktober wurden dort 219 009, 017, 021, 034, 037, 042, 049, 072, 075, 109, 119, 134, 135, 142, 143, 161, 164, 180, 196 und 200 liquidiert. Anschließend ging es auch den “Edel-U-Booten” 229 102, 106, 113, 144, 170, 171 und 193 an den Kragen. In Espenhain wurden schließlich 229 118, 128 und 186 ins Jenseits befördert.

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Auch wenn nur noch “219 2..” zu erkennen ist, lässt sich dieser Trümmerhaufen eindeutig als 219 200 identifizieren, schließlich war sie die einzige 219 mit 200er-Ordnungsnummer. Am 08.09.2003 war für sie schon alles zu spät.
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Traurig blickten die 219 in ihren letzten Tagen drein. So auch die schon arg gerupfte 219 134, welche fast symbolisch allmählich im Schatten abtaucht.
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219 135 konnte am 15.09.2003 nicht “fertiggestellt” werden.
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Eine Woche später hat es 219 196 erwischt.
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219 037 am 17.10.2003 auf dem Zerlegeplatz.
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Auch die Baureihe 229 wurde ab Ende 2003 zur Verschrottung frei gegeben. Für die Anfang der 1990er Jahre neu aufgebauten Loks wollten sich partout keine Einsatzgebiete finden. Am 16.11.2003 steht 229 171 weitgehend entkernt auf dem Zerlegeplatz.
229113 chemnitz werk 03 12 24
Auch für die 1993-94 nach einem schweren Unfall nochmals neu aufgebaute 229 113 gibt es keine Hoffnung mehr. Am 24.12.2003 wartet sie vor der Richthalle des AW Chemnitz auf ihre letzte Reise.
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Die drei zuletzt in Erfurt Gbf hinterstellten 229 118, 128 und 186 wurden im Februar 2004 in Espenhain zerlegt.

Erhaltene Exemplare

Neben den schon gezeigten 219 003, 219 084 und “119 158” haben einige weitere 219/229 überlebt. Zum Jahreswechsel 2001/02 übernahm die Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH (MEG) zunächst 229 120 und 173, sowie 229 184 und 199 als Ersatzteilspender. DB Bahnbau holte Anfang 2003 229 100, 126, 147 und 181 aus der Abstellung und verpasste ihnen ein zitronengelbes Farbkleid. 229 100 kam jedoch nur noch wenige Monate bis Fristablauf zum Einsatz, während die anderen drei Maschinen im Werk Chemnitz nochmals eine Hauptuntersuchung erhielten. Der Thüringer Eisenbahnverein e.V. im ehemaligen Bw Weimar (TEV) entwickelte sich ab 2003 zu einer musealen Heimstätte für weitere 229er. 229 188 wurde als offizielle DB-Museumslok hier untergestellt und erhielt eine Lackauffrischung. Ebenso trafen 2006 bzw. 2008 die nicht mehr benötigten 229 100 (bis 09/2015) und 199 hier ein. Schließlich wurde der zweite Ersatzteilspender der MEG, 229 184, im Jahr 2013 zu dem Verein Geraer Eisenbahnwelten e.V. ins ehemalige Bw überführt. 219 084 hat seit Juni 2015 ebenfalls beim TEV Weimar ihre Ruhestätte gefunden. 229 147 ist nun wieder im Ur-229-Farbkleid für Cargo Logistik Rail Service GmbH (CLR) im Einsatz, 229 181 wird ihr nachfolgen.

119158 breitenbrunn 04 02 21
Seit über zehn Jahren kommt 119 158 vor Sonderreisezügen aller Art in Deutschland zum Einsatz. Am 21.02.2004 war sie mit dem Berliner Zug nach Johanngeorgenstadt unterwegs, Durchfahrt Breitenbrunn.
119158 219084 ila berlin 12.06.10
Zur Internationalen Luft-und Raumfahrtausstellung (ILA) 2010 wurde ein kostenloser Pendelverkehr zwischen Berlin-Lichtenberg und dem Ausstellungsgelände eingerichtet. Zum Einsatz kamen vier Zuggarnituren, davon zwei bespannt mit 219. 1992 bis 2010 fand die ILA alle zwei Jahre auf dem Südgelände des Flughafens Berlin-Schönefeld statt. Dieser Standort wich anschließend dem Flughafenausbau und wurde ab 2012 durch den neuen Standort Selchow im Nordwesten des Flughafens ersetzt. Die Pendelzüge verkehrten 2010 letztmals über die “Kerosinbahn” Berlin-Grünau – Diepensee. Am 12.06.2010 trafen sich 119 158 und 219 084 im “ILA-Bahnhof” unweit des Ausstellungsgeländes.
229100 229188 weimar 26.05.07
Im ehemaligen Bw Weimar fanden 229 100 und 188 eine neue Heimstätte. 229 100 hat diese allerdings Ende September’15 gen Magdeburg verlassen (Ersatzteilspender CLR).
229147 reuthb.plauen 29.05.10
Ab 2003 kam 229 147 für DB Bahnbau (heute Teil der Bahnbau Gruppe) vor Bauzügen zum Einsatz. Am 29.05.2010 war sie mit einem Gleisbettreinigungszug in Reuth (b. Plauen) unterwegs. Im Juni 2015 hat die Deutsche Bahn die bereits seit einiger Zeit abgestellten 229 147 und 181 an Cargo Logistik Rail Service GmbH (CLR) verkauft.
meg 302 himmelhartha 12 02 16
Die bei der MEG eingestellten 229 120 und 173 wurden in deren Nummernsystem als “301” und “302” eingegliedert. Sie behielten ihr verkehrsrotes Farbkleid, wurden aber durch Bauchbinde und kleinen Latz wieder an das alte Farbschema angepasst. Am 16.02.2012 war 302 mit einigen Ea-Wagen bei Himmelhartha unterwegs. Auch bei der MEG ist der 229-Einsatz mittlerweile nahezu beendet.
clr 229 147 magdeburg hafen
Die von CLR übernommene 229 147 erstrahlt seit Sommer’15 wieder in den typischen Farben. Am 13.09.2015 war sie mit Sonderzügen auf der Anschlussbahn im Magdeburger Hafen unterwegs.
chemnitz werk 04 03
Blick auf die im Werk Chemnitz hinterstellten Erfurter 219 029, 059, 125 und 159. Rechts im Hintergrund steht noch 229 193. Von Februar bis November 2004 waren diese Loks hier abgestellt, ehe sie nach Rumänien/Bulgarien abtransportiert worden sind.
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Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die U-Boote bei Eisenbahnern und Eisenbahnfreunden eine doch recht große Fangemeinde besitzen. Es konnten einige Exemplare vor dem Schneidbrenner gerettet werden und die Einsätze der letzten aktiven Vertreter werden lückenlos dokumentiert. So schlecht, wie sie häufig geredet wird, war und ist die 119/219/229 eben doch nicht gewesen. Schließlich hat sich auch bei ihrer Ablösung gezeigt, dass die heutigen “Qualitätsprodukte” nicht minder unzuverlässig bei der Indienststellung waren bzw. sind. Bleibt zu hoffen, dass den letzten U-Booten noch ein langes (aktives) Leben beschieden sein wird. Ahoi!

© 2014-15 MBC

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