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Der Streckenverlauf

Hier werden die Betriebsstellen und der grobe Streckenverlauf der Kilometrierung nach vorgestellt.

Bahnhof Küchwaldwiese (km 0,0/"2,3"; 1954-79: Bf Neues Leben, 1980-90: Bf Freundschaft)

Die knapp vier Jahrzehnte lang einzige Reisendenstation ist der Betriebsmittelpunkt. Hier beginnen und enden alle Reisezüge. Der Bahnhof Neues Leben war bei Betriebsaufnahme mit einem aufgeschütteten und einer Kante aus alten Schwellen bestückten Bahnsteig ausgestattet. Das kleine Stationsgebäude mit hölzernem Anbau war quasi als "Secondhandware" aus Karl-Marx-StadtReichenhain (Strecke Chemnitz – Adorf) versetzt worden. Die beiden Formsignale wurden 1973 durch Lichtsignale abgelöst, welche wiederum 1993/94 durch modernere Hl-Signale ersetzt worden sind. Seither sind Durchfahrten möglich. Es handelt sich um ein Einfahrsignal (A) aus Richtung Bahnbetriebswerk und ein Ausfahrsignal (B) in Richtung Tennisplätze. 1980 ersetzte ein massiver Flachbau mit neuem, verlängerten Bahnsteig die bescheidenen Anlagen aus der Anfangszeit. Der Bahnsteig wurde zweigeteilt, um bei Hochbetrieb Reisendenein- und ausstieg örtlich trennen zu können. Mit Einzug der Dampftraktion bekam das Bahnhofsgelände 1996 auch einen Wasserkran. Eine Weiche erhielt die Station tatsächlich erst im Frühjahr 2001 und kann sich streng genommen seitdem zurecht "Bahnhof" nennen. Das neue Stumpfgleis war zunächst als reines Abstellgleis mittels Gleissperre gesichert. Nach und nach wurde das zweite Gleis durch einen Bahnsteig, eine Weichenanbindung vom Bw her und ein eigenes Ausfahrsignal ergänzt. Somit sind nun Ein-, Aus- und Durchfahrten auf beiden Gleisen in gewohnter Fahrtrichtung möglich. Für Rangierfahrten in Gegenrichtung sind mehrere Ra 11 ("W-Tafeln") vorhanden. In naher Zukunft soll das vorhandene Bahnhofsgebäude aufgestockt oder durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt werden. Seit ca. 1980 war auch ein ex-Mitropa-Speisewagen der Deutschen Reichsbahn an der "Bahnsteigklause" als Gaststättenraum vorhanden. Er wurde im Frühjahr 2000 vor Ort zerschnitten und anschließend verschrottet.

Unmittelbar nach dem Bahnhof quert die Bahn eine seit 1994 durch Schranken gesicherte Wegverbindung zwischen Küchwaldwiese und Cottaschneise. Anschließend werden der Sechserweg, die Cottaschneise und das Bächlein Sauborn erstmals gequert und der große Kinderspielplatz (früher: "Indianerspielplatz") kommt rechts in Sicht. Weiter ansteigend nähert sich die Trasse langsam dem Küchwaldring und der Leipziger Straße (linkerseits).

(ehem. Posten 1; km 0,6)

Blockstelle Tennisplätze; seit 1992: Haltepunkt Tennisplätze (km 1,15)

Seit den Anfangsjahren besitzt der Rundkurs eine Blockstelle auf halber Strecke. Ein Zwergformsignal (C) gewährleistet den Betrieb des Streckenblocks. Eine ortsbediente Vollschranke sichert den Bahnübergang Sechserweg. Im Normalfall ist die Station mit je einem Block- und Schrankenwärter besetzt. Die Kommunikation mit dem Fdl Küchwaldwiese gewährleistet eine Fernsprechanlage. Bei Personalmangel ist die Blockstelle aufgelassen (Signal C in Fahrtstellung Hp 1, Schranken geöffnet). Im Winter 1991/1992 wurde ein Bahnsteig errichtet, der Haltepunkt Tennisplätze war geboren.

Die Strecke verläuft nun in leichtem Gefälle parallel zum Cottaweg. Nachdem die Freilichtbühne rechterhand passiert ist, wird der Schaftreibeweg niveaugleich gekreuzt. Unmittelbar vor dem Schullandheim geht die Gefällestrecke im Rechtsbogen ("Touristenkurve") wieder in eine Steigung über. Nach einer weiteren Wegquerung kommen links die Bw-Anlagen in Sicht.

Haltepunkt Bahnbetriebswerk / Kosmonautenzentrum (km 1,8; 1998 bis 20??: Hp Bahnbetriebswerk)

Dieser Haltepunkt entstand nach dem Neubau des Bahnbetriebswerkes und ist zum Saisonbeginn 1998 in Betrieb genommen worden. Er befindet sich im Innenbogen in Höhe der Anschlussweiche zum Bw, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". An dieser Stelle hielten zwischen 1994 und 1996 schon regelmäßig die dampflokgeführten Züge, um Kohle- und Wasservorräte zu ergänzen. Außer einem Bahnsteig und einem Stationsschild verfügt der Haltepunkt über keine nennenswerte Ausstattung. Mittlerweile legen auch die "Eilzüge" bei ihrer zweiten Runde einen Halt hier ein.

Ausweichanschlussstelle Bahnbetriebswerk (km 1,8)

Das erste Fahrzeugdomizil entstand durch Umfunktionierung eines Gebäudes der Gesellschaft für Sport und Technik. Die ehemalige Liegehalle für Kinderwaldfahrten wurde zur Lok- und Wagenhalle umfunktioniert. Der Schuppen hatte zwei Gleise und eine 10 Meter lange Untersuchungsgrube. Zirka in den 60er Jahren ist ein drittes Abstellgleis neben dem Schuppen errichtet worden. Es wurde durch Schuppenanbauten ab 1991 sukzessive überdacht, beherbergte die Fahrzeuge des Fördervereins und seit 1994 die Dampflok und den gedeckten Personenwagen. 1966 konnte eine Tankstelle mit 4000 Litern Fassungsvermögen installiert werden. Büroräume befanden sich in einem Barackenbau unmittelbar neben dem Schuppen. Dieser verfügte jedoch über keinerlei Sanitäranlagen. Dieses Bw-Provisorium hielt sich bis Herbst 1996. Im Sommer 1994 wurden mehrere Brandanschläge auf das Gebäude verübt, bei denen glücklicherweise "nur" Büroräume und Dokumente in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Der Traum vom  "Lokpalast" wird Wirklichkeit

Nach jahrelangen Planungen konnte 1996 mit dem Neubau des Bahnbetriebswerkes begonnen werden. Die alten Anlagen wurden vollständig abgebrochen und machten einer modernen Lok- und Wagenhalle mit Werkstatt Platz. Zur Verfügung stehen nun u.a. eine elektrisch betriebene Tankstelle und ein 3,5-Tonnen-Hallenkran. Ein großzügiger Sozialtrakt beherbergt u.a. Büros, Ausbildungs- und Veranstaltungsräume und das Kleiderlager. Im Innenhof entstand eine große Gartenbahnanlage.

Nach dem Haltepunkt geht die Strecke wieder ins Gefälle, das Einfahrsignal von Küchwaldwiese ist schon in Sicht. Zuvor müssen nochmals der Schaftreibeweg und die Küchwaldstraße gekreuzt werden.

Betriebliche Besonderheiten, Feste und Veranstaltungen

Selbstverständlich kann hier keine vollständige Auflistung aller Feste und Besonderheiten dargestellt werden.

Eine vor allem politisch wichtige Veranstaltung war die Ausrichtung des VIII. Pioniertreffens der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" im August 1988. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Pioniereisenbahn hatte Beförderungshöchstleistungen zu erbringen. Eine zu diesem Anlass nochmals forcierte Streckenerweiterung um 1,7 Kilometer kam letztlich nicht zustande. Am Oberbaumaterial scheiterte es nicht, das lag schon großteils bereit.

1992 wurde erstmals seit vielen Jahren wieder ein Zweizugbetrieb durchgeführt. Beim 1. Parkbahnfest präsentierte der Förderverein u.a. die (äußerlich) frisch aufgearbeiteten Loks 6001 und 6004 sowie einige Güterloren. Darunter auch ein kleiner Kesselwagen, der auf dem Untergestell einer Feldbahndiesellok entstand. (Dieser wurde 1996 in einen Schottertransporter umgebaut.)

1994 stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums. Ein neuer geschlossener Reisezugwagen, eine Dampflok, eine zweite Schranke, Gleiserweiterungen im Bw – das sind nur die auffälligsten Neuerungen im Jubeljahr. Fahrzeugparaden mit dem gesamten Fuhrpark und Gastfahrzeugen sind seither eine feste Tradition. Das Parkbahnfest wurde jährlich im Juni durchgeführt, ehe die Stadt 1999 das "Pressefest" reaktivierte.

Ein Maskottchen muss her

Auf einigen Publikationen war zwar 1993/94 schon ein gewisser "Parkbahn D.I.N.O." zu sehen, letztlich durchgesetzt hat sich dieser Urzeitgenosse als Aushängeschild aber nicht. Deshalb wurde im Herbst'96 ein Ideenwettbewerb ausgerufen. Die Freie Presse berichtete am 18. Oktober 1996 Folgendes:

Unter den vielen kreativen, teils recht skurrilen Vorschlägen hat sich bekanntermaßen die "Parkbahnmaus Klaus" durchsetzen können, welche seit der Saison 1997 die Parkeisenbahn in der Öffentlichkeit repräsentiert. 1999 erhielt die Parkeisenbahn dann auch ihre eigene Hymne.

Wirklich immer nur in eine Richtung?

Ja, die Züge fahren immer nur in eine Richtung. Eine Ausnahme gab es aber doch: Da im Winter 1997/98 wieder umfangreiche Gleisbauarbeiten anstanden, konnte zum Nikolausfahrtag nur eine Teilstrecke befahren werden. Lok 6003 und die Dampflok pendelten mit drei Wagen in "Sandwichtraktion" zwischen Tennisplätze und Küchwaldwiese via Awanst Bw.

Ausrichter des Internationalen Feldbahntreffens (1999 und 2013)

Einmal pro Jahr treffen sich Feldbahninteressierte aus ganz Europa, um über das Thema zu fachsimpeln oder eigene Fahrzeuge zu präsentieren. Im Oktober 1999 fand dieses Treffen erstmals auf dem Gelände der Parkeisenbahn statt. 14 Jahre später gab es eine Wiederholung.

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