Am 1. September 1852 ging die heutige KBS 520 (sä. RC) von Riesa nach Chemnitz, genauer der Abschnitt Limmritz – Chemnitz in Betrieb. Es ist die älteste Anbindung der Industriestadt an das Schienennetz und somit beinhaltet das Jubiläum auch "160 Jahre Eisenbahn in Chemnitz" überhaupt. Die Station expandierte rasch mit der Streckenausdehnung nach Zwickau (1858), Annaberg/Dresden (1866/69) und Leipzig/Limbach (1872). Mit einer kurzen Bilderreihe soll an das Jubiläum erinnert werden.

Zunächst etwas Streckengeschichte: Die Bauarbeiten zwischen Riesa und Döbeln begannen im Mai 1845 und liefen zunächst recht zügig an. Im August 1847 ging dieser Abschnitt offiziell in Betrieb, einen Monat später folgte das kurze Stück nach Limmritz. Weiter südlich gerieten die Arbeiten ins Stocken. Zwischen Limmritz und Oberlichtenau brachten u.a. die acht Viadukte und zwei Tunnel die Chemnitz-Riesaer Eisenbahn-Gesellschaft in Finanznot. Schließlich übernahm der Staat die Gesellschaft 1850 und führte den Bau zu Ende. Der besonders "kunstbaulastige" Streckenabschnitt Limmritz – Waldheim ist bis heute als "Bankrottmeile" bekannt. Am 1. September 1852 war schließlich die Streckeneröffnung. Nach dem II. Weltkrieg wurde das zweite Streckengleis reparationsbedingt zurückgebaut. Zwischen 1980 und 1992 wurde es neu verlegt. Das kurze Stück zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Furth und Chemnitz Hbf folgte erst im Oktober 2011. Anlässlich der Streckenelektrifizierung (1988-1991) wurden die beiden Tunnel bei Limmritz und Waldheim beseitigt und die Viadukte in Crossen und Altmittweida verfüllt. Heute hält sich der Verkehr in Grenzen. Die Strecke war Teil der letzten InterRegio-Linie Berlin-Chemnitz, welche am 27. Mai 2006 eingestellt wurde. Planmäßigen Güterverkehr gibt es, abgesehen vom Kokszug nach Glauchau/Lichtenstein und dem bis Ende 2013 laufenden Umleiterverkehr nicht mehr. Die meisten Zwischenstationen sind mittlerweile nur noch unbesetzte Haltepunkte.

 

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