Seit 1996 wird im Freistaat Sachsen aller drei Jahre eine Landesgartenschau ausgetragen. Für die von April bis Oktober 2015 statt findende Saison wurde der ehemalige Rangierbahnhof in Oelsnitz (Erzgebirge) als Lokalität auserkoren. Diesen Umstand wollte man bei der Umgestaltung des Geländes nicht auslöschen, sondern hat viel Eisenbahn erhalten und in die Nachnutzung integriert. Dies macht die Veranstaltung auch für Eisenbahn- und Technikfreunde interessant, welche Blumenläden maximal zu Mutter-, Geburts- und Hochzeitstagen freiwillig betreten.

Geschichte
Der Oelsnitzer Bahnhof war der größte im Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier, dem er im Wesentlichen seine Existenz verdankt. Die ersten Anlagen entstanden 1878 und wurden bis in die 1930er Jahre mehrmals immens erweitert. Der Bahnhof verfügte in der Blütezeit u.a. über fünf Stellwerke, eine Lokeinsatzstelle, eine Drehscheibe, einen Ablaufberg und vier abzweigende Zechenbahnen. Mit dem Ende des Kohlebergbaus sank auch die Bedeutung des Bahnhofs rapide, der absolute Einbruch kam nach 1990. Heute sind für den Bahnbetrieb noch zwei mit Rückfallweichen versehene Bahnsteiggleise und zwei durch Gleissperrsignale gesicherte Nebengleise, sowie der Anschluss zum Lokschuppen vorhanden. Im Zeitraum der Landesgartenschau pendeln die RS 1 der City-Bahn Chemnitz im Stundentakt zwischen St. Egidien und Stollberg, sodass in Oelsnitz wieder planmäßig Zugkreuzungen stattfinden.

 

© 2015 MBC

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