Inhaltsverzeichniss

 

 Werk Ulm
Ab 1997 haben 218er die ehemalige 215-Hochburg erobert. Von Ulm aus beherrschen die "Windmühlen" den Verkehr auf der Südbahn nach Friedrichshafen und weiter bis an den Bodensee nach Lindau. Zu bespannen sind neben dem Interregio-Express mit modernen Doppelstockwagen auch Intercities. Ebenfalls im IC-Verkehr kommen Ulmer Loks von Augsburg bis nach Oberstdorf. Auch der von vielen(?) unter die Erde gewünschte Stuttgarter Hauptbahnhof wird noch von 218ern angefahren. Die Planleistungen auf der Teckbahn (auch Güterverkehr) gingen Ende 2009 durch Teilelektrifizierung verloren. Auf der Südbahn gibt es für die 218 vorerst keine Alternative.

comp 218 443 nahe Warthausen 19.08.07

 
 Werk Kempten
Seit 1972 avancierte Kempten zu einer beständigen Hochburg der 218er, wo seinerzeit auch Exoten wie 219 001, 232 001 (V 320 001) und die Baureihe 210 stationiert waren. Vor Fernverkehrszügen ist die 218 im Allgäu zwar nach wie vor nicht wegzudenken, die Eurocities nach Lindau und Intercities nach Oberstdorf sind aber Aufgabe Mühldorfer und Ulmer Maschinen. Zur Versorgung der Schweizer EC-Züge (bestehend aus SBB-Wagenmaterial) sind Loks mit GTO-Thyristoren notwendig. Daher werden diese Züge zwischen München und Lindau nur mit Mühldorfer GTO-Loks bespannt. Von Kempten aus gibt es vorrangig Nahverkehr (RB/RE) zu disponieren. Einsatzstrecken hierfür sind München Buchloe Memmingen/ Füssen, Augsburg Buchloe Lindau und Ulm Kempten(Oberstdorf). Privatisierung und Triebwagenbeschaffung haben die Einsatzgebiete schon stark beeinträchtigt, aber noch ist die 218 ein fester Bestandteil der Eisenbahn im Allgäu. Seit Mitte 2014 tritt auch hier die Baureihe 245 allmählich die Nachfolge an. Da im Jahr 2015 die Bn-Wagen durch Doppelstockwendezüge ersetzt werden sollen, benötigt Kempten nun auch Loks mit zeitmultiplexer Wendezugsteuerung (ZWS). Einige der in Kaiserslautern und Frankfurt-Griesheim entbehrlich gewordenen ZWS-Loks sind im Dezember 2014 nach Kempten umbeheimatet worden.

 
 Werk Mühldorf
Die Loks gehören zur DB-Regio-Tochter Südostbayernbahn (SOB). Nach Abstellung von 218 356 im April 2014 sind heute nur noch 218.4 in Mühldorf aktiv. Sie kommen überwiegend vor Doppelstockzügen zwischen München und Mühldorf(-Simbach) sowie vor Eurocities von München nach Zürich bis Lindau zum Einsatz, einzelne Leistungen gibt es auch noch zwischen Landshut und Mühldorf. Eine Besonderheit stellte das samstägliche RE-Zugpaar 27005/27004 zwischen (München )Mühldorf und Passau auf der romantischen Rottalbahn, gebildet aus IC-Wagen (Kurswagen des ICs "Rottaler Land" von/nach Hamburg) dar, welches am 13. Dezember 2014 eingestellt wurde. Bis in die jüngere Vergangenheit gab es für die 218 in Oberbayern auch einzelne Güterzugleistungen. So befand sich jahrelang eine abendliche Übergabe von Simbach nach Mühldorf in 218-Hand oder 2009 ein Müllzug nach Freilassing. Während im Güterverkehr der Generationswechsel durch die Baureihe 266.4, die hier 217, 225 und 232/233 abgelöst hat, schon vollzogen worden ist, sollen die 218 ab Herbst 2014 durch die viermotorige Traxx P160 DE ME (DB-BR 245) zwischen München und Simbach abgelöst werden. Allerdings werden die acht geplanten Exemplare nicht den kompletten 218-Bestand ersetzen können. Spätestens 2020 dürfte mit der Elektrifizierung der Allgäubahn auch der EC-Verkehr nach Lindau Geschichte sein. Da sich DB Regio/SOB die Verkehre rund um den Linienstern Mühldorf bis 2024 sichern konnte, wird Mühldorf wohl zum 218-Auslauf-Bw der DB avancieren.

 

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