Auch 40 Jahre nach der Auslieferung des letzten Exemplares (218 499 in 1979) ist der, einst 419* Exemplare umfassende, erfolgreichste Spross der V160-Familie auf deutschen Schienen im Einsatz. Allerdings sinkt der Stern der dienstältesten DB-Großdiesellokbaureihe weiterhin unaufhörlich. Ursprünglich sollte die 218 die Lücke zwischen V 100 und V 200 füllen. Eine Hauptstreckendiesellok, die auch auf Nebenstrecken einsetzbar war. Das Einsatzgebiet wurde wesentlich abwechslungsreicher und reicht von S-Bahn-ähnlichen Vorortverkehren über schweren Güterzugdienst bis hin zu hochwertigen Schnellzugeinsätzen zwischen Nordsee und Alpenrand. Begleiten wir die "Windmühlen" auf einigen typischen Einsatzrevieren im 21. Jahrhundert. Während traditionsreiche Standorte wie Lübeck und Regensburg bereits passé sind, können die Werke in Mühldorf, Ulm und Niebüll auch 2019 noch längst nicht auf die Baureihe 218 verzichten.

* Die Zahl setzt sich zusammen aus zwölf Vorserienloks (001-012), 398 Serienloks (101-398, 400-499), den acht umgebauten ehemaligen 210ern (901-908) und der 1975 aus 215 112 entstandenen 218 399.

Werk Niebüll (seit 2005)

DB Autozug setzt nach wie vor im Shuttleverkehr zwischen Westerland/Sylt und Niebüll 218 in Doppeltraktion ein. Zwischen 2003 und 2008 wurden diese Leistungen von der Baureihe 215.9 übernommen, welche sich allerdings nur bedingt bewährte. Die Lokbeheimatung wechselte 2005 von Westerland zum neu errichteten Werk Niebüll. Seit Ende 2008 werden auch Fernverkehrsleistungen der 218 im Norden (aktuell IC (Hamburg-Altona –) Itzehoe – Westerland/Sylt, (Hamburg Hbf –) Lübeck – Fehmarn-Burg) vom Werk Niebüll betreut. Der Bestand umfasste lange Zeit überwiegend Loks der bei DB Regio längst entbehrlichen dritten Serie. Die seit 2016 geplante Ablösung im Sylt-Shuttle-Verkehr durch die Baureihe 245 ist bisher (Stand 8/2019) nur geringfügig vollzogen worden. Der IC-Verkehr wird wohl noch etwas länger in 218-Hand bleiben. Der bundesweit spürbare Mangel an betriebsfähigen Schienenfahrzeugen treibt auch im hohen Norden seine Blüten in Form von vielfältigen Leiheinsätzen. Die Eisenbahnfreunde kommen auf der Marschbahn somit nach vielen Jahren wieder in den Genuß von ozeanblau/beigen und orientroten 218ern, die von RP Railsystems angemietet werden.

Werk Lübeck (seit 2010: Werk Kiel)

Die absolute Hochburg war über Jahrzehnte das Bw Lübeck mit einem Bestand von 104 Loks in Spitzenzeiten. Eine Lübecker Spezialität waren 218 mit französischem Pielstick-Motor. Diese anfangs exklusiv im Norden beheimateten Loks waren 218 197, 323-339, 427-434, 456-462 und 485-499. 2007 wurde mit 218 430 die letzte aktive "Pielstickerin" remotorisiert. Die Vergabe der Nahverkehrsleistungen zwischen Hamburg und Westerland an die Connex-Tochter NordOstseeBahn Ende 2005 und die Elektrifizierung Hamburg – Lübeck bis Ende 2008 machten dem traditionsreichen 218-Standort den Garaus. Auch zwischen Lübeck und Bad Kleinen haben VT 628 (wiederum 2015 verdrängt durch VT 623) inzwischen alle lokbespannten Züge verdrängt. Eine Hand voll Maschinen wird heute vom neuen Werk Kiel aus vor den wenigen verbliebenen Zügen nach Lübeck sowie saisonalen Sonderleistungen (IC (Hamburg -) Lübeck - Puttgarden / Kieler Woche) eingesetzt.

Werk Braunschweig (bis 2015)

Das Kerngeschäft der Braunschweiger 218 bildete über viele Jahre der RE-Verkehr zwischen Hannover, Goslar und Bad Harzburg. Mit der Abgabe dieser Leistungen an das private Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Erixx zum 13./14. Dezember 2014 hat die 218 ihre Daseinsberechtigung verloren.

Werk Halberstadt (2003-2005: Werk Stendal)

Auch in den neuen Bundesländern eroberten die 218er schnell neue Einsatzgebiete. Von Halberstadt aus gelangten sie ab 2000 u.a. nach Ilsenburg, Thale, Magdeburg, Elbingerode (Rübelandbahn) und Halle (Saale). Mit der Auflösung des Werkes Halberstadt Ende 2002 wurden alle Loks nach Stendal abgegeben. Mit der Abgabe der SPNV-Leistungen rund um Halberstadt Ende 2005 endete auch die Zeit der 218 in Sachsen-Anhalt. Zum Bestand gehörten auch die ersten Serienloks 218 101-107 und zeitweise die ehemaligen Gasturbinenloks (BR 218.9, ehemalige BR 210). In Stendal waren schon vor 2003 218er stationiert, die u.a. auf der Strecke Stendal – Oebisfelde – Wolfsburg – Braunschweig eingesetzt wurden und dort die Braunschweiger Loks verdrängt hatten.

 

Werk Leipzig Hbf Süd (2001-2003, 2010-2013)

Ab Mitte 2001 erreichte die 218-Beheimatung auch Sachsen. Der zu Beginn noch überwiegend im damals schon seltenen ozeanblau/beige oder orientrot gehaltene "Neuankömmling" sorgte allerdings nur bei wenigen einheimischen Eisenbahnfreunden für Begeisterung, wurde doch die Baureihe 219 auf der Relation Chemnitz – Geithain – Leipzig fast vollständig verdrängt. An Wochenenden gab es auch Verstärkerleistungen zwischen Leipzig und Hof. Letztlich gab die 218 auf der KBS 525 nur ein kurzes Intermezzo, denn im Februar 2003 wurden alle Leistungen auf Triebwagen umgestellt. Zwischen Mai und Dezember 2010 wollte es Leipzig noch einmal wissen und gab der 218 mit einer RE-Leistung zwischen Leipzig und Hof nochmals ein Aufgabengebiet. 218 333, 390 und 468 wurden dafür herangezogen. Nach einem Zwischenspiel in Ulm war 218 390 noch bis September 2013, ehe sie an die Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH verkauft wurde, in Leipzig beheimatet und stand für besondere Aufgaben zur Verfügung.

Werk Darmstadt (seit 2009: Werk Frankfurt/Main-Griesheim)

In Darmstadt war die 218, wie in Leipzig und Trier, seit Mitte 2001 stationiert. Haupteinsatzgebiet war bis Dezember 2005 die Odenwaldbahn, ehe diese von VIAS übernommen wurde. Seither beschränkten sich die Einsätze im Wesentlichen auf die Relation Frankfurt (Main)- Bad Vilbel - Glauburg-Stockheim und einzelne Verstärkerzüge nach Nidda in Tagesrandlage. Seit Dezember 2012 sind die Einsätze im Niddertal stark gekürzt worden. Mit Auslieferung der Baureihe 245 ab Herbst 2013 sind die verbliebenen 218 abgelöst worden. Die Lokbetreuung erfolgte seit Mai 2009 offiziell im Werk Frankfurt-Griesheim. Eine weitere 218 wird in Frankfurt als Abschlepplok für die S-Bahn Rhein-Main vorgehalten, außerdem sind mehrere ICE-Abschlepploks der Baureihe 218.8 hier stationiert.

Werk Trier (seit 2001; 2011-14: Werk Kaiserslautern)

Ab 2001 ersetzten 218er die Baureihe 215 auf der Eifelbahn Trier – Gerolstein – Köln und der Steilstrecke Boppard – Emmelshausen. Die Einsätze in der Eifel gingen 2011 zu Ende. Nach Emmelshausen sollte schon im Dezember 2009 Schluss sein, jedoch erhielten die RS1 von Rhenus Veniro die Steilstreckenzulassung erst wesentlich später, sodass die 218 bis Frühjahr 2011 zum Zuge kam. Verbliebene Aufgaben waren der RE-Verkehr Mainz – Alzey – Worms (bis Ende 2014) und sonntägliche Doppelstockzüge ins elsässische Wissembourg von Koblenz, Mainz und Neustadt (Weinstraße) aus. Seit April 2011 waren die Loks in Kaiserslautern beheimatet, wurden aber in Frankfurt-Griesheim gewartet.

Werk Regensburg (bis 2008)

Regensburg war ein traditionsreicher 218-Standort. Unter vielen anderen waren die Vorserienloks hier etwa drei Jahrzehnte lang stationiert. Die letzten herausragenden Leistungen waren der RE-Langlauf nach Leipzig und die Schnellzüge zwischen Nürnberg und Prag, welche bis/ab Furth i. Wald von 218ern bespannt wurden. Mit der Aufgabe der 218-Unterhaltung Ende 2008 ging der Prager RE noch für ein Jahr an Kemptener Loks, ehe Arriva mit ER20 übernahm.

Werk Ulm

Ab 1997 haben 218er die ehemalige 215-Hochburg erobert. Von Ulm aus beherrschen die "Windmühlen" den Verkehr auf der Südbahn nach Friedrichshafen und weiter bis an den Bodensee nach Lindau. Zu bespannen sind neben dem Interregio-Express mit modernen Doppelstockwagen auch Intercitys. Ebenfalls im IC-Verkehr kommen Ulmer Loks von Augsburg bis nach Oberstdorf. Auch der von vielen(?) unter die Erde gewünschte Stuttgarter Hauptbahnhof wird noch von 218ern angefahren. Die Planleistungen auf der Teckbahn (auch Güterverkehr) gingen Ende 2009 durch Teilelektrifizierung verloren. 2018 hat die Elektrifizierung der Südbahn begonnen. Die Bodenseegürtelbahn wird folgen. Wenn dies abgeschlossen ist, wird es eng für die Ulmer Loks.

comp 218 443 nahe Warthausen 19.08.07

Werk Kempten

Seit 1972 avancierte Kempten zu einer beständigen Hochburg der 218er, wo seinerzeit auch Exoten wie 219 001, 232 001 (V 320 001) und die Baureihe 210 stationiert waren. Privatisierung und Neufahrzeuge haben die Einsatzgebiete schon stark beeinträchtigt. Seit Mitte 2014 hat die Baureihe 245 auch hier die Nachfolge sukzessive angetreten. Da im Jahr 2015 die Bn-Wagen durch Doppelstockwendezüge ersetzt worden sind, benötigt Kempten nun Loks mit zeitmultiplexer Wendezugsteuerung (ZWS). Einige der in Kaiserslautern und Frankfurt-Griesheim entbehrlich gewordenen ZWS-Loks sind im Dezember 2014 nach Kempten umbeheimatet worden. Verbliebenes Einsatzgebiet: RE München Hbf – Buchloe – Memmingen/(– Kempten).

Werk Mühldorf

Die Loks gehören zur DB-Regio-Tochter Südostbayernbahn (SOB). Nach Abstellung von 218 356 im April 2014 sind heute nur noch 218.4 in Mühldorf aktiv. Sie kommen überwiegend vor Doppelstockzügen zwischen München und Mühldorf ( Simbach) sowie vor Eurocitys von München nach Zürich bis Lindau zum Einsatz, einzelne Leistungen gibt es auch noch zwischen Landshut und Mühldorf. Eine Besonderheit stellte das samstägliche RE-Zugpaar 27005/27004 zwischen (München –) Mühldorf und Passau auf der romantischen Rottalbahn, gebildet aus IC-Wagen (Kurswagen des ICs "Rottaler Land" von/nach Hamburg) dar, welches am 13. Dezember 2014 eingestellt wurde. Bis in die jüngere Vergangenheit gab es für die 218 in Oberbayern auch einzelne Güterzugleistungen. So befand sich jahrelang eine abendliche Übergabe von Simbach nach Mühldorf in 218-Hand oder 2009 ein Müllzug nach Freilassing. Während im Güterverkehr der Generationswechsel durch die Baureihe 266.4, die hier 217, 225 und 232/233 abgelöst hat, schon vollzogen worden ist, sollen die 218 ab Herbst 2014 durch die viermotorige Traxx P160 DE ME (DB-BR 245) zwischen München und Simbach abgelöst werden. Allerdings werden die acht geplanten Exemplare nicht den kompletten 218-Bestand ersetzen können. Spätestens 2020 dürfte mit der Elektrifizierung der Allgäubahn auch der EC-Verkehr nach Lindau Geschichte sein. Da sich DB Regio/SOB die Verkehre rund um den Linienstern Mühldorf bis 2024 sichern konnte, wird Mühldorf wohl zum 218-Auslauf-Bw der DB avancieren.

Kleinststandorte & Splittergattungen

DB Fahrwegdienste GmbH, Karlsruhe

Die drei bei DB Fahrwegdienste GmbH eingestellten Maschinen (208(z), 249 und 272) sind buchmäßig in Karlsruhe stationiert, kommen aber deutschlandweit zum Einsatz. Ebenfalls in Karlsruhe stationiert sind 218 483 und 484, welche für Sonderdienste vorgehalten werden (z.B. als Abschlepploks in Ludwigshafen)

DB Kurhessenbahn (Kassel, 2005-2019)

2002 wurde mit der Kurhessenbahn (KHB) eines von fünf RegioNetzen der DB gegründet. Seit Anfang 2005 gehör(t)en auch verschiedene 218 zum Bestand der KHB. Zunächst kam 218 200 nach Kassel. Ab 2007 wurde diese unterstützt durch 218 221, welche jedoch in schlechtem Zustand war und bald darauf wieder ausschied. Seit Frühjahr 2008 zählt die ehemalige Regensburger 218 387 zum Besitz der Kurhessenbahn und erhielt erstmals eine purpurrote Farbgebung im alten Bundesbahndesign. 218 200 wurde Ende 2009 mit Fristablauf ausgemustert und inzwischen verschrottet. Zu den Aufgabengebieten gehörten Güter-, Arbeits- und Sonderzüge im KHB-Streckennetz, aber auch außerhalb.

DB Erzgebirgsbahn (Chemnitz, 2010-2013)

Ebenfalls ein RegioNetz und eine Tochterfirma von DB Regio ist die Erzgebirgsbahn (EGB). Da ab 2010 bei der Fahrzeugflotte (VT 642) einige Hauptuntersuchungen und Umbaumaßnahmen anstanden und die im Bestand befindliche 202 646 nicht über eine (elektrische) Zugheizung verfügte, wurden zunächst 218 324 und ein Bn-Wagen von Mühldorf ausgeliehen. Im April/Mai 2010 fanden Personalschulungen auf der Zschopautalbahn statt (KBS 517). Anschließend wurde 218 324 wieder nach Mühldorf abgegeben und von 218 430 abgelöst. Im vierten Quartal 2010 kam es dann vermehrt zu Einsätzen im RB-Verkehr zwischen Chemnitz, Annaberg-Buchholz und Cranzahl sowie vereinzelt zwischen Chemnitz und Aue. Auf den anderen Strecken konnten mangels Steuerwagen keine Plandienste bestritten werden. Seit 2012 wurde die Lok nur noch für sporadische Arbeitszüge und Schneepflugeinsätze benötigt. Sie stand die meiste Zeit im ehemaligen Ausbesserungswerk Chemnitz im Freien und wurde folgerichtig am 10.07.2013 zurück nach Mühldorf abgegeben (inklusive der beiden Reisezugwagen). >> Zum ausführlichen Bildbeitrag über die EGB-218 von RMC <<

DB Westfrankenbahn (Aschaffenburg)

Auch das RegioNetz Westfrankenbahn (WFB) besaß seit 2006 schon verschiedene  "Hasenohren". Bis März 2007 war 218 372 in Aschaffenburg stationiert, welcher Ende 2008 die 218 105 folgte. Diese Lok erhielt 2010 in Anlehnung an 218 217 einen Anstrich in weinrot/beige und kam bis Ende 2012 häufig vor den farblich passenden und ebenfalls bei der WFB eingestellten TEE-Museumswagen im Sonderreiseverkehr zum Einsatz. Wegen eines schweren Frostschadens am Motor war die Lok lange abgestellt und ihre Zukunft ungewiss. Im März 2014 erhielt die Maschine einen Tauschmotor, war aber nur kurze Zeit wieder unter den Aktiven für die WFB und steht mittlerweile in Diensten der NeSA Eisenbahn-Betriebsgesellschaft Neckar-Schwarzwald-Alb mbH, Rottweil. Als Ersatz ist seit Juli 2015 die 218 460 in Aschaffenburg stationiert. Nicht selten wird die 460 bei Lokmangel an andere Standorte verliehen (z.B. Mühldorf, Niebüll).

DB Fernverkehr (Baureihe 218.8)

Um im Notfall liegengebliebene ICE abschleppen zu können, erwarb DB Fernverkehr ab 2003 insgesamt 19 Loks und versah sie zur Abgrenzung von Regioloks mit 800er-Ordnungsnummern. Die 218.8 sind buchmäßig in Frankfurt (Main) und Berlin-Rummelsburg beheimatet. Vergeben wurden die Nummern 218 810, 812, 813, 820-825 und 830-839. Die zweite Ziffer der Ordnungsnummer steht für die Lieferserie, z.B. 218 831 ist ex-218 394. Die Loks erhielten Scharfenberg-Adapterkupplungen. 218 820-823 sind bereits ausgemustert und verschrottet worden. Verteilt auf mehrere Großstädte machen sich die verbliebenen 15 Loks auch vor anderen anfallenden Sonderdiensten oder als Aushilfe nützlich. 

Baureihe 225.8 (218.0)

Von den zwölf Vorserienloks wurden 2003-2005 sieben Maschinen (002-006, 009 und 011) an den Geschäftsbereich für Güterverkehr (aktuell wieder als DB Cargo bezeichnet) abgegeben und aus abrechnungstechnischen Gründen unter der Baureihenbezeichnung 225.8 eingegliedert. Mitte 2014 sind davon nur noch 225 802, 806* und 809 aktiv gewesen. Die Loks waren vorrangig in Oberhausen, zeitweise auch ein Teil in Mühldorf, stationiert. Im Rahmen der ab 2007 eingeführten UIC-Kennzeichnung enthielt die zwölfstellige Tfz-Nummer meistens wieder die alte 218-Bezeichnung. Mittlerweile sind alle Loks bei DB Cargo ausgeschieden.

* 225 806 wurde von der Lappwaldbahn übernommen.

DB Netz

Drei 218er sind von DB Netz übernommen worden. 218 392 ist seit Juli 2011 bei DB Netz AG Instandsetzung, 218 477 seit Februar 2013 bei DB Netz Fahrwegdienste und 218 471 seit 2016 bei DB Netz, Zentrale Streckenmanagement/Schienenfahrzeuge eingestellt. Die Loks kommen deutschlandweit hauptsächlich vor Messzügen zum Einsatz. Sie erhielten eine am verkehrsroten Schema orientierte Lackierung mit gelbem Lokkasten und grauen Kontrastbalken.

comp 218 477 Kornbach3 13 07 19

DB Gleisbau GmbH / DB Bahnbau Gruppe

Am 01.01.2010 wurden alle DB-Unternehmen, die im Bereich Bauleistung an Infrastruktur tätig sind zur Bahnbau Gruppe fusioniert. Somit gingen auch die von der DBG genutzten 218 261, 287 (Ersatzteilspender), 304, 391 und 449 zur Bahnbau Gruppe über. Sie kommen landesweit im Bauzug-/Baustellendienst zum Einsatz. Zunächst in Augsburg-Oberhausen beheimat, sind die vier Loks seit 01.01.12 in Duisburg-Wedau zuhause. 218 261 ist noch verkehrsrot, während die anderen Maschinen einen gelb/schwarzen Anstrich tragen.

DB Systemtechnik, Minden (2011-2014)

DB Systemtechnik ist das "Ingenieurbüro der DB AG" und Dienstleister im Bereich Bahntechnik. Um die beiden abgegebenen Dieselloks (753/217 001 und 002) zu ersetzen, wurde 2011 218 399 übernommen. Sie kam bis 2014 fast ausschließlich vor Messzügen zum Einsatz. Seit Januar 2015 ist sie im Besitz von ELBA Logisitk GmbH, Backnang.

DB Museum, Nürnberg

 

Railsystems RP GmbH (RPRS)

Dieses in Gotha ansässige EVU betreibt aktuell elf Fahrzeuge der Baureihe 218. Diese besitzen teilweise wieder die klassischen Bundesbahnfarbschemen ozeanblau/beige (218 447, 480, 490) und orientrot (218 402). Die Loks werden landesweit im Güter- und Fernverkehr vermietet. Gern nutzt diese Dienste auch die Deutsche Bahn, um ihren Lokmangel zu kompensieren.

 

Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP)

Aktuell sind bei der EGP folgende 218er im Bestand (Stand: 08/2019):
- betriebsfähig: 218 002 / 225 802 und 218 201
- in Aufarbeitung: 218 153, 205 und 224
- Ersatzteilspender: 218 125 und 277
Bilder folgen

Regio Infra Service Sachsen GmbH (RISS)

Seit 2019 sind 218er auch im Bestand dieses Chemnitzer EVU. 218 468 konnte nach langer Abstellzeit im Juni 2019 den Betrieb aufnehmen.

Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH (MEG)

218 390 und 467 sind im Bestand dieses DB-Tochterunternehmens. Einsatzgebiete sind Messzüge und andere Sonderleistungen.

 

An dieser Stelle endet diese Dokumentation der 218-Einsätze im 21. Jahrhundert vorläufig. Ich bitte zu bedenken, dass nicht alle Einsatzgebiete und derzeit noch aktiven Loks dargestellt werden konnten.

Im Folgenden sind alle übrigen Standorte, die jemals 218 beheimateten, aufgelistet (2019 noch dort stationierte Loks in Klammern):

Flensburg, Hagen-Eckesey, Haltingen, Hamburg-Altona, Hamburg-Ohlsdorf/S-Bahn Hamburg (218 474), Karlsruhe (218 483 und 484), Köln-Deutzerfeld, Krefeld, Oberhausen, Plochingen/S-Bahn Stuttgart (218 486) und Rostock.

Auch in Österreich kam die 218 kurzzeitig auf der Graz-Köflacher Eisenbahn in Form von 218 117 und 256 in eigenwilliger Lackierung vor Doppelstockzügen zum Einsatz.

Möge die Baureihe 218, als (fast) letzte Großdiesellok der DB im täglichen Reisezugdienst, ihren zahlreichen Fans noch eine Weile erhalten bleiben!

© 2013-2015, 2019 MBC