Die Baureihe 241 war eine Weiterentwicklung der V300-Familie, welche bis dahin aus den Baureihen 230, 231, 232, 234 und 242 bestand. Der Prototyp für die neue Variante war 232 237, welche 1997 umgebaut wurde und als 232 800 fortan 4000 PS Leistung ihr Eigen nannte. Nachdem sich der Umbau bewährte, folgten insgesamt zehn weitere Maschinen: 232 008, 284, 338, 353, 449, 483, 558, 580, 697 und 706. Während 241 008, 338, 353, 449 und 697 ihre alte Ordnungsnummer behielten, wurden die fett markierten Loks nun mit 800er-Nummern zu 241 801-805. Das Einsatzgebiet der 241.8 war zwischen 2001 und 2008 der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Aachen und Montzen (Belgien), wofür die Loks entsprechende Anpassungen erhielten. Nachdem die Strecke Ende 2008 elektrifiziert wurde, fuhren die Loks ihre Restfristen in Sachsen aus. Die anderen fünf 241 waren bis 2005 hauptsächlich im Ruhrgebiet und im Harz/Vorharz heimisch. Im Frühjahr'05 folgten neue Aufgabengebiete in Sachsen, zunächst der Kohleverkehr im Abschnitt Küchwald Chemnitz-Siegmar bis Ende 2009. Von 2008-2013 war der Kesselzugverkehr zwischen Coswig bzw. Wülknitz/Riesa und dem Großtanklager in Rhäsa das Haupteinsatzgebiet. Hinzu kamen Leistungen zwischen Halle (Saale) und Blankenburg (Harz) und der Gipszug Küchwald Großkorbetha. Der immense Kraftstoffverbrauch und die zunehmende Störanfälligkeit veranlassten DB Schenker Rail Deutschland (DBSRD) im August 2013 zur vollständigen Abstellung der Splitterbaureihe. Die Baureihe 265 (Voith Gravita 15L BB) hat im Doppelpack (erfolgreich) die Nachfolge angetreten. Im Jahr 2015 sind einzelne Exemplare bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen wieder in den aktiven Dienst zurückgekehrt.

 

Stand 2013: 241 008 wartet in Halle (Saale) G mit durchgekreuzter Nummer auf ihr Schicksal, 241 338 steht im ehemaligen AW Chemnitz. Der ehemalige Prototyp 232 800 ist am 25.09.2013 zur Verschrottung nach Magdeburg Hafen abtransportiert worden. Allerdings verfügte die Lok zuletzt wieder über einen herkömmlichen Motor, der ihr von 232 564 gespendet wurde. Erhalten blieben aber bis zuletzt die stärkeren Fahrmotoren (ED-133) und die 100 km/h-Übersetzung. Am 27.08.2014 wurden 241 449 und 697 von Halle nach Chemnitz überführt. Die seit Mitte 2009 im AW Cottbus abgestellten 241 803-805 wurde Anfang November 2014 zur Verschrottung nach Espenhain überführt.

Totgesagte leben länger! Seit 12.12.2014 gehört 241 353 offiziell zur Erfurter Bahnservice Gesellschaft mbH (EBS). Sie kommt landesweit vor Ganzzügen zum Einsatz. Unbestätigten Gerüchten zufolge, haben die Starkenberger Baustoffwerke (SBW) alle vier übrigen Loks (008, 338, 449 und 697) übernommen. Zunächst soll 241 008 reaktiviert werden.

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