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Die letzten Einsatzgebiete

Im Jahr 2000 waren U-Boote noch in den Werken Chemnitz, Cottbus, Erfurt (BR 229), Gera, Görlitz, Halberstadt, Leipzig Süd und Rostock zu Hause. Der Stern der Baureihe befand sich jedoch im Sturzflug, denn bereits im Juli 2000 endete mit 219 091 und 219 025 die Durchführung von Hauptuntersuchungen. 2001 wurde das Werk Chemnitz aufgelöst und der Bestand an Leipzig Süd abgegeben, ehe Mitte 2002 auch dort die 219-Beheimatung aufgegeben wurde. Halberstadt und Görlitz hatten bis Ende 2002 nur noch einzelne Exemplare im aktiven Bestand. Auch in Rostock wurden die 219 2001 überflüssig. Erfurt erhielt mit der Auflösung des Werks Gera deren Restbestände ab Juli 2002 und wurde zum Auslauf-Bw. (Details zu den letzten Tagen in Cottbus und Erfurt s. "Abschied")

Halberstadt (1983-1989, 1998-2002)

Die zweite Beheimatungsperiode der 219 in Halberstadt hatte die Relation Magdeburg Halberstadt Thale als Kerneinsatzgebiet. Ab 2001 drängte die BR 218 in das 219-Revier ein. 2002 waren nur noch 219 165 und 197 aktiv, welche im Dezember ihren Dienst quittierten.

Cottbus (1998-2003)

Cottbus ist nach Aufgabe des Bh Berlin Pankow 219-Einsatzstelle geworden. Einsatzstrecken waren u.a. Cottbus Forst, Angermünde Schwedt (Oder) und Berlin-Lichtenberg Küstrin-Kietz. Am 14.12.2002 endete der Planeinsatz. Als eiserne Reserve wurden drei Loks noch bis Mitte 2003 vorgehalten.

 

Leipzig Süd (1999-2002)

Zum 1. Juni 1999 erhielt die Messestadt einen Großteil der Chemnitzer Loks. Leipziger Personal war aber schon ab 1996 auf deren 219ern aktiv. Der Personenzugverkehr nach Meißen via Döbeln/Nossen und der "Bäderexpress" nach Bad Brambach sowie der mit Chemnitzer Loks geteilte RE-Verkehr zwischen beiden sächsischen Großstädten waren die Einsatzschwerpunkte.

Chemnitz (1993-2001)

Nach Dresden und Aue erhielt Chemnitz als dritte Dienststelle der Rbd Dresden zu Jahresbeginn 1993 die ersten 219. Stammleistungen waren u.a. der Kesselganzzugverkehr von/nach Hartmannsdorf (b. Chemnitz) und die RSB/RE nach Leipzig. 1998 bis 2000 kamen die U-Boote auch planmäßig auf der Flöhatalbahn nach Neuhausen und Marienberg im RB-Verkehr. Bis 1998 waren die Loks auch häufig im Güterverkehr (Cargo-Bedienung) auf den Nebenbahnen rund um Chemnitz anzutreffen. Mit der Auflösung des Standortes im Juni 2001 wurden die verbliebenen 219 nach Leipzig Süd abgegeben oder direkt ausgemustert. Für die Statistik: Der Prototyp 219 158 war noch bis Sommer 2003 offiziell in Chemnitz stationiert.

Görlitz (1994-2002)

Nachdem das Bw Zittau ab 1994 dem Bh Görlitz angegliedert wurde, waren hier 219 stationiert. Die Einsatzgebiete blieben davon unberührt (u.a. Zittau Dresden/ Görlitz, Görlitz Dresden/Cottbus/Hoyerswerda). Die Beschaffung von VT 612 und 642 und die Stilllegung bzw. Privatisierung von Nebenstrecken machten die Loks schließlich entbehrlich.

Gera (1981-1995, 1999-2002)

Als Ablösung der BR 118 kam die 119 ab 1981 u.a. nach Saalfeld, Leipzig, Mehltheuer und Greiz zum Einsatz. Eine bekannte Leistung war der Schnellzug D 900/903 (Dresden Katzhütte), der ab Glauchau mit 119 bespannt wurde. Zwischen Mai 1995 und März 1999 wurde der Bestand an das Bh Saalfeld abgegeben und anschließend wieder übernommen. Auf die Einsatzgebiete hatte das keinen merklichen Einfluss. Am 01.07.2002 wurden die letzten Loks nochmals nach Erfurt umstationiert. Im Laufe des Jahres 2002 waren die meisten Stammstrecken schon fest in der Hand von VT 642 und 612.

Erfurt (BR 229: 1995-2001; BR 219: 1998-2001, 2002-2015)

Im Frühjahr 1995 bekam Erfurt alle 20 Berliner 229 und setzte diese im RE- und IR-Verkehr ein (u.a. Weimar Chemnitz und Erfurt Schweinfurt). Der 229-Planeinsatz endete mit dem Fahrplanwechsel am 09.06.2001 und der Einstellung des Interregio "Rennsteig" (2403/2402). Wenig später wurden alle Loks abgestellt.

Die 219-Beheimatung begann im Mai 1998 mit der Übernahme von Saalfelder Maschinen, welche u.a. zwischen Meiningen und Eisenach die 202 und 232 verdrängten. Ab 1999 wurde die BR 213 zwischen Erfurt und Ilmenau ersetzt. Nach einjähriger Abstinenz wurde dem Bh Erfurt am 01.07.2002 schließlich wieder die 219-Stationierung zu Eigen. Ab 2003 war Erfurt schließlich das letzte 219-Reservat von DB Regio. 219 084 wurde noch gut elf Jahre als "Mädchen für alles" in Erfurt betriebsfähig vorgehalten.

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