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 Das Ende
Das über Jahrzehnte vorherrschende Ensemble an bewährten Bahnanlagen verschwand Ende 2011 endgültig aus Chemnitz. Die Außenbahnsteige, Bahnsteigdächer, Fahrleitungsaufhängung mit Quertragwerken und die mechanische Stellwerks- und Signaltechnik gehörten viele Jahrzehnte zur Chemnitzer Eisenbahn und tun es fortan nicht mehr. Eher ungewöhnlich ist die etappenweise durchgeführte Außer- und Inbetriebnahme einzelner Gleisbereiche bei der Umstellung auf elektronische Stellwerkstechnik.

comp 642 235734 DC4 11-10-28

RB 23835 war der letzte Reisezug von Bahnsteig 15. Auf Bahnsteig 16 war schon etwas eher Schluss, da dieser häufig von Bauzügen frequentiert wurde. Pünktlich setzen sich 642 235 und 734 nach Aue in Bewegung (28. Oktober 2011).

comp 612 037 DC 11-10-29

Am 29. Oktober 2011 waren nur noch die Bahnsteige 1 und 13 (sowie Gleis 102 der City-Bahn nach Stollberg) in Richtung Leipzig beziehungsweise Dresden in Betrieb. RE 3742 holte sich aufgrund eines Notarzteinsatzes noch eine Verspätung von etwa 15 Minuten. Der Zug bestand aus 612 037 und 568.

comp 143 028 DC 11-10-29

143 038 hatte die Ehre den letzten Reisezug aus der alten Infrastruktur zu ziehen. Auch RB 17325 nach Freiberg (Sachs) hatte etwa 20 Minuten Verspätung und verzögerte die Vollsperrung um wenige Sekunden nach hinten.

comp Spuren von 75 515 11-10-29

Ein letzter Blick auf die Spuren im Belag des Querbahnsteiges, welche 75 515 im Juni 1983 hinterließ. Eine auffahrende Rangiereinheit schob die als Ausstellungsstück zwischen Bahnsteig 2 und 3 abgestellte Museumslok über den Querbahnsteig und beschädigte sie schwer.

comp Schluss 11-10-29

Wenige Sekunden später ist ein weiteres Kapitel sächsischer Eisenbahngeschichte besiegelt.

comp DC4 31.03.09

© 2013-15 MBC

Quelle
Hengst/Kaiß (1996). Eisenbahnknoten Chemnitz - Schienennetz einer Industrieregion. Düsseldorf: Alba. (ISBN: 3-87094-231-2)

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